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Schulen & Bildung

Was eine KI-AG einer Klasse 5 oder 6 zumuten darf

Die Kultusministerkonferenz will einen kritisch-konstruktiven Umgang mit KI. In der AG heißt das: eine Aufgabe, ein Werkzeug, ein Erwachsener im Raum.

PrimeITler Redaktion2 Min
Eine Aufgabe, ein Werkzeug, ein Erwachsener

Die Kultusministerkonferenz hat im Oktober 2024 eine Handlungsempfehlung für den Umgang mit KI in der Schule vorgelegt. Maßstab ist ein kritisch-konstruktiver Umgang. Das Papier richtet sich an Verwaltungen. Eine AG am Donnerstagnachmittag braucht eine kleinere Übersetzung.

Nicht: jedes Kind bekommt ein Konto. Sondern: eine Aufgabe, die ohne das Werkzeug sinnlos wäre, ein Zugang, den die Schule kennt, ein Erwachsener, der die Stunde zu Ende bringt.

Was das für eine Schule heißt

Ein bewusst fiktives Beispiel: Eine Realschule will „irgendwas mit KI“, weil die Nachbarschule es auf dem Tag der offenen Tür gezeigt hat. Die Klassen 5 und 6 bekommen einen Link. Ein Teil der Kinder arbeitet am Familien-iPad weiter. Die Lehrkraft sieht die Prompts nicht.

Bitkom hat im Frühsommer 2026 501 Lehrkräfte der Sekundarstufen befragt. 26 Prozent nutzen für die Schule private Konten, ganz oder teilweise. 19 Prozent bekommen von der Schule gar keine Lizenz und greifen auf eigene Zugänge zurück. Eine AG, die dort hineinläuft, hat den Zugang nicht bestellt.

Privates Konto gegen schulischen Zugang mit Auftrag
Der Nachmittag trägt, wenn der Zugang der Schule gehört und die Aufgabe auf dem Tisch liegt.

Eine These

Unterstufe verträgt KI als geführte Stunde, nicht als Selbstbedienung. Die KMK spricht von Lernen mit KI und Lernen über KI. In Klasse 5 beginnt das zweite, sobald jemand fragt, woher der Satz kommt.

Was die Stunde braucht

Einen Auftrag in zwei Sätzen, den die Kinder vor dem Tool lesen. Ein Gerät, das die Schule ausgibt oder das im Raum bleibt. Ein Verbot, das einfach ist: keine echten Namen, keine Fotos von Mitschülern, keine Hausaufgaben damit über Nacht.

89 Prozent der von Bitkom befragten Lehrkräfte sagen, jede Schülerin und jeder Schüler solle lernen, wie KI genutzt wird. 42 Prozent fürchten zugleich Verdummung. Beides kann in einer AG stehen. Der Widerspruch ist der Unterricht.

Was Sie lassen können

Den Satz „die Kinder können das schon“. Den Account der Lehrkraft als Klassenaccount. Die AG als Ersatz für den fehlenden Medienlehrplan.

Was PrimeITler daraus macht

Wir begleiten Schulen mit einem festen personellen Rahmen: ein Format, das eine Lehrkraft halten kann, wenn wir nicht im Raum sind. Demo Day ist öffentlich. Der Nachmittag ist Arbeit.

Das Schul-Format steht unter /schulen. Wer die AG klären will, findet den Einstieg unter /kontakt.

Häufige Fragen

Dürfen Fünftklässler ein Sprachmodell sehen?

Ja, in einer geführten Stunde, mit einem schulischen Zugang und einem Auftrag, den die Lehrkraft vorher geschrieben hat. Nicht mit dem Handy des älteren Geschwisterkinds.

Reicht eine Fortbildung der Lehrkraft?

Für den Start der AG ja. Für den Regelunterricht nicht. Bitkom misst, dass 58 Prozent der Lehrkräfte unsicher im Umgang mit KI bleiben.

SchulenKIAG
Thomas Fosu Serwah, Gründer von PrimeITler
Thomas Fosu SerwahGründer & Inhaber · Mainz

Verantwortet PrimeITler. Hilft Unternehmen und Schulen, IT und digitale Vorhaben verständlich einzuordnen und mit verbindlichem Festpreis vor dem Start umzusetzen.

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