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Schulen & Bildung

Private KI-Konten sind kein Schulkonzept

Nur 46 Prozent der Lehrkräfte bekommen eine KI-Lizenz von der Schule. Der Rest arbeitet mit privaten Zugängen oder ohne. Das ist Schatten-IT im Klassenzimmer.

PrimeITler Redaktion2 Min
Schulische Lizenz gegen privates Konto

Nur knapp die Hälfte der Lehrkräfte, 46 Prozent, bekommt eine KI-Lizenz oder ein Konto von der Schule. 26 Prozent nutzen private Konten für den schulischen Einsatz, ganz oder ausschließlich. 19 Prozent erhalten keine Lizenz und greifen deshalb auf eigene Zugänge zurück.

Bitkom nennt das Schatten-KI. In der Verwaltung hieß dasselbe Muster jahrelang Schatten-IT. Es endet, wenn jemand kündigt, das Passwort mitnimmt oder ein Kind im Prompt einen Klarnamen hinterlässt.

Was das für eine Schule heißt

Ein bewusst fiktives Beispiel: Die Kollegin in Klasse 9 lässt Aufsätze gegen ein Modell prüfen. Das Konto läuft über ihre private Mail. Die Schulleitung erfährt es, wenn ein Elternteil fragt, wohin der Text gegangen ist.

58 Prozent der befragten Lehrkräfte fühlen sich unsicher im Umgang mit KI. Unsicherheit plus privater Login ist die Kombination, die kein Datenschutzkonzept heilt, weil das Konzept den Login nicht kennt.

Privates Lehrkräftekonto gegen schulische Lizenz
Was die Schule nicht bestellt hat, kann sie nicht sperren, nicht löschen, nicht erklären.

Eine These

KI in der Schule beginnt mit einem Zugang, den die Schule bezahlt und wieder entziehen kann. Alles andere ist Privatwirtschaft im Stundenplan.

Was die Beschaffung klären muss

Wer zahlt. Wer darf rein. Was mit den Eingaben passiert. Wie ein Konto stirbt, wenn die Lehrkraft die Schule verlässt. 44 Prozent der KI-nutzenden Lehrkräfte setzen das Werkzeug ein, um der Klasse KI-Kompetenz zu vermitteln. Kompetenz über ein privates Konto lehrt nebenbei den falschen Weg.

Die Kultusministerkonferenz will einen kritisch-konstruktiven Umgang. Kritik ohne sichtbaren Vertragspartner ist fromm.

Was Sie lassen können

Das Verbot ohne Alternative. Es erzeugt genau die 26 Prozent. Den Klassenaccount auf dem Handy der Lehrkraft. Die Hoffnung, Fortbildung ersetze den Vertrag.

Was PrimeITler daraus macht

Bevor eine AG oder ein Schulprojekt startet, liegt der Zugang auf dem Tisch: schulisch verwaltete Konten, klare Nutzungsregeln und keine privaten Logins im Unterricht.

Zugang und Format stehen unter /schulen. Wer den Zugang klären will, findet den Einstieg unter /kontakt.

Häufige Fragen

Ist ein privates Konto der Lehrkraft verboten?

Es ist oft ungeklärt. Schülerdaten in einem privaten Account sind ein Risiko, das die Schule tragen muss, ohne es bestellt zu haben.

Reicht eine Liste erlaubter Tools?

Die Liste hilft, wenn dazu ein Zugang kommt, den die Schule bezahlt und sperren kann. Die Liste allein verschiebt die Arbeit auf private Logins.

SchulenKIDatenschutz
Thomas Fosu Serwah, Gründer von PrimeITler
Thomas Fosu SerwahGründer & Inhaber · Mainz

Verantwortet PrimeITler. Hilft Unternehmen und Schulen, IT und digitale Vorhaben verständlich einzuordnen und mit verbindlichem Festpreis vor dem Start umzusetzen.

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