Nur knapp die Hälfte der Lehrkräfte, 46 Prozent, bekommt eine KI-Lizenz oder ein Konto von der Schule. 26 Prozent nutzen private Konten für den schulischen Einsatz, ganz oder ausschließlich. 19 Prozent erhalten keine Lizenz und greifen deshalb auf eigene Zugänge zurück.
Bitkom nennt das Schatten-KI. In der Verwaltung hieß dasselbe Muster jahrelang Schatten-IT. Es endet, wenn jemand kündigt, das Passwort mitnimmt oder ein Kind im Prompt einen Klarnamen hinterlässt.
Was das für eine Schule heißt
Ein bewusst fiktives Beispiel: Die Kollegin in Klasse 9 lässt Aufsätze gegen ein Modell prüfen. Das Konto läuft über ihre private Mail. Die Schulleitung erfährt es, wenn ein Elternteil fragt, wohin der Text gegangen ist.
58 Prozent der befragten Lehrkräfte fühlen sich unsicher im Umgang mit KI. Unsicherheit plus privater Login ist die Kombination, die kein Datenschutzkonzept heilt, weil das Konzept den Login nicht kennt.
Eine These
KI in der Schule beginnt mit einem Zugang, den die Schule bezahlt und wieder entziehen kann. Alles andere ist Privatwirtschaft im Stundenplan.
Was die Beschaffung klären muss
Wer zahlt. Wer darf rein. Was mit den Eingaben passiert. Wie ein Konto stirbt, wenn die Lehrkraft die Schule verlässt. 44 Prozent der KI-nutzenden Lehrkräfte setzen das Werkzeug ein, um der Klasse KI-Kompetenz zu vermitteln. Kompetenz über ein privates Konto lehrt nebenbei den falschen Weg.
Die Kultusministerkonferenz will einen kritisch-konstruktiven Umgang. Kritik ohne sichtbaren Vertragspartner ist fromm.
Was Sie lassen können
Das Verbot ohne Alternative. Es erzeugt genau die 26 Prozent. Den Klassenaccount auf dem Handy der Lehrkraft. Die Hoffnung, Fortbildung ersetze den Vertrag.
Was PrimeITler daraus macht
Bevor eine AG oder ein Schulprojekt startet, liegt der Zugang auf dem Tisch: schulisch verwaltete Konten, klare Nutzungsregeln und keine privaten Logins im Unterricht.
Zugang und Format stehen unter /schulen. Wer den Zugang klären will, findet den Einstieg unter /kontakt.
